Urban gardening: ein kleines Fleckchen Glück

Das Konzept von urbanem Gartenbau in Großstädten hat sich mittlerweile zum Trend für vorwiegend nachhaltig lebende Studenten und ökologisch denkende Familien entwickelt. Für meist sehr wenig Geld wird jedem Pächter ein gewisses Stück städtischen Bodens überlassen, um selbstständig Obst und Gemüse anpflanzen zu können. In meinem Fall sind es zwei große Säcke in einem etwas zurückgelegenen Bereich eines Parks.

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Warum ich mir diese „Arbeit“ mache und kleine Erdsäcke bepflanze, die (wenn wir mal ganz ehrlich sind) nicht so wahnsinnig viel Ertrag einbringen? Hier kommen ein paar sehr gute Gründe:

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1.Naturverbundenheit

Endlich hast du einen Grund (und auch irgendwie eine Verpflichtung) nach Draußen zu gehen, um nach deinen Pflänzchen zu schauen. Bei mir kann ich auch schon den Hinweg dafür nutzen, um mal ganz bewusst die Natur um mich herum wahrzunehmen, da ich einfach nur einmal durch den Park spazieren muss, um zu meinen Beeten zu kommen. Dort angekommen wühle ich natürlich auch ab und zu ein bisschen in der Erde herum, was mich immer im wahrsten Sinne des Wortes erdet.

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2.Gesundheit

Auch deiner Gesundheit kannst du damit Gutes tun, solange du keine chemischen Düngemittel verwendest. (Mein Tipp: Die Pflanzen gedeihen ganz wunderbar mit regelmäßiger Bewässerung und ein bisschen gutem Zureden 😉 ) Mit etwas Glück haben die Organisatoren des Gartens sogar Gemeinschaftsbeete angelegt, die mit verschiedenen  Kräutern bewachsen sind. Dann warten Salbei, Minze & Co nur noch darauf, von dir zu Tee oder in einem tollen Salat verwertet zu werden.

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3.Pause vom Alltagsstress

Durchatmen. Den Windhauch auf der Haut spüren. Loslassen. Frei sein.

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Das Plätschern des Wassers, das gemächlich die Gießkanne füllt. Friedliche Stille.

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4. Die Schönheit in den kleinen Dingen erkennen

Es gibt so viel Schönes in der Welt. Vieles fällt gar nicht auf, wenn man mit Tunnelblick seine Alltagsroutine abarbeitet. Gerade draußen in der Natur lässt sich so viel entdecken. Mit der angemessenen Aufmerksamkeit fällt einem plötzlich eine wunderschöne Blüte am Wegesrand oder in einem angrenzenden Beet auf.

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Wenn man sich etwas genauer umschaut, kann man den Prozess des Wachstums fast mit bloßem Auge verfolgen. Die Erkenntnis, dass etwas so Unfertiges wie eine Knopse, etwas so Schönes sein kann, bereichert die Seele und den Geist.

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5.Nachhaltigkeit/gute Ökobilanz

Einer der Hauptgründe für diese urbanen Gärten ist natürlich, dass das Ganze ökologisch wertvoll ist. Du kannst auf eingeschweißte Bio-Gurken, Tomaten aus Spaniens Sklavenfeldarbeiten und Obst aus Neuseeland  verzichten. Zudem verursacht das selbstangebaute Obst und Gemüse deutlich weniger Emission aufgrund von minimal kurzen Transportwegen.

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…und die Erkenntnis, dass du von diesen unökologischen Einkäufen teilweise befreit bist, macht glücklich! 🙂

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„Garten heißt nicht nur Frühjahrsblühen und Sommerpracht,
sondern heißt vor allem: die tägliche Ankunft des Unvermuteten.“

(Jürgen Dahl)

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Ein riesiges Dankeschön an die Fotografin: https://traeumweiter.blog/

 

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Ein Kommentar zu „Urban gardening: ein kleines Fleckchen Glück

  1. Ein toller Beitrag! Und du hast sowas von Recht 🙂 Ich freue mich schon auf unsere erste selbstgeerntete Zucchini! (Die besser schmecken wird als alle Zucchinis, die ich bisher gegessen habe, ich weiß es!) ♥

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