Bemerkenswert

Wieso? Weshalb? Warum?

Hey Du!🙂

Wie schön, dass du (auf welchem Wege auch immer) zu meinem Blog gefunden hast.

Bevor du anfängst, ein bisschen in den Beiträgen herumzustöbern und ein Stück weit in meine Gedankenwelt einzutauchen, kommt hier noch eine kurze Erklärung, warum dieser Blog überhaupt existiert und was dich thematisch erwartet.

Es ist ziemlich simpel und doch beeinflusst meine Intention für diesen Blog, ob nun bewusst oder unbewusst, die Art und Weise, wie ich meine Beiträge verfasse und auch, wie du sie liest.

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Wilde Gedanken

Chaos im Kopf

Kopflos durch die Welt spazieren

Aussicht auf Schönheit

So schnell fließt sie davon

Die Brücke zum Ich bekommt Risse

Spröde und morsch wankt sie im Wind

Ein Lufthauch und ich wehe davon

Nach Beständigkeit suchend finde ich nur das Abenteuer

Es ist ein Hin und ein Her

ES ist ein Hier und ein Dort

es ist jetzt

Zwangsstörungen: Lilly hat ein Problem

Lilly sitzt in ihrem Zimmer. Gerade will sie einen Schluck Tee nehmen, da fällt ihr aus dem Augenwinkel auf, dass die Bettdecke verknittert ist. Schnell stellt sie die Tasse ab und geht hinüber, um die Falten glatt zu streichen. Kaum sitzt sie wieder an ihrem Schreibtisch, weht ein Windhauch ihre Notizzettel ein Stück auseinander. Sofort greift sie danach und schiebt sie ordentlich zu einem Quadrat zusammen. Ecke auf Ecke. So, wie es sich gehört. Zumindest für sie. Endlich schafft Lilly es, einen Schluck Tee zu trinken. Beim Abstellen auf dem Untersetzer fällt ihr Lippenpflegestift um. Sofort stellt sie ihn wieder auf und dreht ihn so, dass die Schrift zu ihr zeigt. Genauso wie die Handcremetube daneben. Darauf steht: „Für Fingerspitzengefühl! Handcreme mit Bio-Guave/Grüne Minze, Naturkosmetik mit Liebe gemacht“. Aber sie muss sich das nicht erst durchlesen, um zu wissen, was darauf gedruckt ist. Lilly liest es jeden Tag mehrmals, wenn sie am Schreibtisch sitzt. Wie ein Ritual. Und das ist ja auch einfach, denn die Beschriftung zeigt schließlich immer zu ihr. Im Badezimmerschrank sieht es ähnlich aus. Alle Tuben sind gleich ausgerichtet und stehen mit möglichst gleichem Abstand zueinander leicht schräg (alle im selben Winkel) in der Ablage.

Lilly möchte eine Folge ihrer Lieblingsserie anmachen und drückt auf Play. Viel zu laut dringt das Intro durch das Zimmer. Deshalb betätigt sie den „LEISERKnopf“ auf der Tastatur. Sie schaut dabei zu, wie auf dem Bildschirm die Lautstärkeskala nach unten geht. Obwohl die Lautstärke nun eigentlich perfekt ist, drückt Lilly einmal auf den „LAUTERKnopf“. Warum? Na ist doch klar. Alles, was nach oben geht, ist gut. Positiv. Sonst könnte ihr an dem Tag vielleicht etwas Schlimmes zustoßen. Da muss man vorsichtig sein!

Das Schlimme ist, dass diese Zwangsgedanken oft an eine innere Urangst geknüpft sind. Wenn Lilly das tut oder jenes lässt, dann – so die Angst – wird etwas Schlechtes geschehen. Manche Zwänge sind auch schon so in den Alltag integriert, dass Lilly sie selbst fast nicht mehr als solche erkennt. Egal, ob man nun zwanghaft ordentlich, einen Putzzwang oder individuelle Zwangsticks  hat – man ist damit garantiert nicht allein.

Problematisch wird die Thematik vorwiegend dadurch, dass die Gesellschaft sie  tabuisiert. Oder schlimmer noch – sie nicht ernst nimmt. Dann heißt es: „Ach, das ist doch alles nur Kopfsache. Du musst dir halt klar machen, dass realistisch betrachtet diese Ängste total unsinnig sind. Also lass doch die Zettel einfach so durcheinander liegen. Wird schon nichts passieren.“ Dieses „Nichternstgenommenwerden“ führt bei den Betroffenen nicht selten zu verstärkten Zwangs- und Angstgedanken, da sie sich missverstanden und ausgeschlossen fühlen. Interessant ist, dass solche Themen überhaupt tabuisiert werden, denn die Psychotherapiepraxen platzen aus allen Nähten und die Wartelisten sind ewig lang. Also haben ja anscheinend sehr viele Leute da draußen Probleme, mit denen sie nicht alleine fertig werden. Aber nur ein Bruchteil dieser Menschen traut sich, dass auch zuzugeben. Und das kann man ihnen bei den Reaktionen teilweise auch nicht verdenken.

Eine der häufigsten Ursachen für körperliche Erkrankungen ist Stress, was nichts anderes bedeutet als die Abwesenheit von Kontrolle über die Umwelt. Das kennt wohl jeder. Damit gehen aber auch Ängste einher.  Ängste führen zu Zwangsstörungen. Aber davon wollen die meisten ja nichts wissen. Unangenehme Themen, die gesellschaftliche Mängel aufzeigen, werden dann doch lieber ganz tief vergraben und verdrängt.

Aber es gibt ja auch immer Ausnahmen. Ich hoffe, du bist eine davon. 🙂

 

 

Fenster sind zum Öffnen da

 

Sie lassen Licht herein. Diese Gucklöcher der Welt.

Vorsichtig schaut man durch sie hindurch.

Sieht kaum sie, sondern nur den Ausschnitt Welt dahinter.

Manchmal sind sie ein Spiegel.

Dann schaut man durch sie nach Innen und Außen zugleich.

Öffnet man sie auch nur einen Spalt breit, atmet man die Luft der wirren Welt ein.

Ein Hauch gegen die Scheibe und die Sicht verschwimmt.

Hinterlässt einen nebligen Film.

Öffne dein Fenster.

Lass die Welt herein.

 

Beipackzettel zur Kritik

Ich habe einige Beobachtungen zum Thema Kritik gemacht – und habe das ein oder andere feststellen können…

Es gibt ziemlich viele Menschen, die sich als selbstkritisch bezeichnen würden (mich eingeschlossen). Mit dieser Art von Kritik können wir aber irgendwie ganz gut umgehen. Wir sind es ja schließlich selbst, die an sich einen Mängel bemerken und sich „schlecht machen“. Wir entscheiden wann, wieso und wie oft wir uns selbst kritisieren. Wir haben die Kontrolle. Und wir gehen davon aus, dass nur wir selbst diesen Makel an uns entdeckt haben. „Die anderen wissen ja nichts davon.“ versucht man sich häufig einzureden, um nicht noch mehr Druck aufzubauen, diese unschöne Stelle, die man an sich entdeckt hat, sofort entfernen zu müssen. Wir sind der Überzeugung, dass eine gewisse Härte gegen die eigene Person nur förderlich für die Entwicklung sein kann. Durch Kritik wissen wir, was wir ändern müssen und dadurch werden wir immer besser und besser.

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Neues wagen, Träume jagen

„Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum.“ – diesen Satz finde ich ehrlich gesagt ganz schön abgedroschen (Sorry an alle, die sich den Spruch auf die Tapete geschrieben haben oder so). Ich bin wirklich ein sehr positiver Mensch, aber es lassen sich nunmal nicht alle Träume verwirklichen. So ist das einfach im realen Leben. Und manche Träume sind auch lediglich als Traum etwas Schönes. Wenn sie real werden, sind sie plötzlich viel weniger attraktiv. Wie abgeblätterter Lack zerbröseln die Phantasien und hinterlassen eine unschöne Wand der Wirklichkeit.

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Manchmal ist aber genau diese Wirklichkeit der eigentliche Schatz. Genau das,  was man sucht, was man braucht, was man vielleicht sogar nicht zu träumen gewagt hat. Plötzlich ist da keine heruntergekommene, bröselnde Wandlackierung mehr. Tatsächlich sieht man nun vielmehr ein Muster, gar ein kunstvolles Mosaik darin und denkt: „Das ist es. Das ist dieses eine, was ich immer gesucht habe.“

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Sie bauschen sich auf, diese Träume.

Sie sind verlockend. Gerade zu unumgänglich hinreißend.

So schwer lastet die Wirklichkeit auf unseren Schultern.

„Komm, flieg mit mir davon.“ füstert die träumende Seele in uns.

„Bleib hier. Bleib auf dem Boden. Irgendwann musst du sowieso hierher zurückkehren.“ spricht die Wirklichkeit.

„Flieg. Flieg ruhig hoch hinaus, aber verlier niemals den Grund und Boden aus dem Blick.“ rät das weise Ich.

 

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Fotoquelle: Pexels

 

 

Caramel apple pie – der Herbst beginnt

ENDLICH ist es wieder soweit. Ich laufe mit Strumpfhose, bunt-geringelten Socken und einem Oversizepulli durch den Park. Die Sonne ist noch leicht hinter einer Nebelwand verborgen und es fröstelt mich leicht. Wohlig kuschle ich mich tiefer in den weichen Baumwollstoff. Da schießt mir ein Gedanke durch den Kopf: es wird Herbst.

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Stärke: Die verschiedenen Facetten einer Eigenschaft

Stärke. Dieses Wort wird in den verschiedensten Kontexten gebraucht und auch oft mit Kraft, Power und manchmal auch mit Energie gleichgesetzt. Jeder hat seine ganz eigene Definition und jeder fühlt sie auf eine individuelle Art und Weise. Ganz zu schweigen von den vielen Ausdrucksmöglichkeiten der Stärke auf körperlicher wie auch seelischer Ebene.

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